Schulbeginn 4. Klassen (von Maria Breu)

Der Wecker klingelt, 6.30 Uhr, aufstehen, Zähne putzen … eigentlich ist alles wie jeden Morgen aber eins ist anders, die Aufregung und die Vorfreude! Endlich ist nach der langen unfreiwilligen, unterrichtsfreien Zeit wieder Schule!

Diese Gefühle schwingen mit, ebenso wie die ungewohnten Hygiene- und Abstandsregeln, die gleich am ersten Tag mit den Kindern besprochen werden mussten. Das alles nicht mehr so war, wie zuvor, erkannten die Kinder im Klassenzimmer sofort – jeder hatte einen Einzelplatz, beschriftet und an Tischen, die mit dem Meterstab ausgemessen genau 1,5 Meter voneinander entfernt waren. Um trotzdem das Gefühl zu bekommen, einen Sitznachbarn zu haben, waren manche Kinder auch sehr kreativ:

Aber – wie so oft – wurden wir alle von unseren Viertklässlern überrascht. Die Kinder waren nicht nur sehr gut über die neue Situation und deren Regeln aufgeklärt, sondern haben sich auch vorbildlich daran gehalten.

Ebenso selbstverständlich wurde die für den Abstand nötige Teilung der Klassen von den Kindern akzeptiert – was uns Lehrern vor Augen führte, wie selbstständig und groß „unsere“ Kinder doch schon geworden sind! J

Trotz aller neuen Regeln konnte der erste Schultag trotzdem mit einigen schönen Momenten aufwarten. Das erste Wiedersehen an der Klassenzimmertür, endlich wieder die gemeinsamen Rituale zu Unterrichtsbeginn, das immense Interesse der Kinder, miteinander über die Zeit im Homeoffice zu sprechen und die Möglichkeit, endlich wieder mit den Kindern diskutieren, philosophieren und nicht zuletzt lachen zu können.

Die Freude war auf beiden Seiten groß und spürbar, was allen deutlich vor Augen führte, dass unsere Schule ein besonderer Ort ist, an dem Menschen sich wohl fühlen können.

Wir hoffen, dass wir alle die Zeit gemeinsam in der Schule gestalten und genießen können und dass auch alle anderen Schüler und Lehrer unsere Erfahrungen bald machen dürfen.