Pädagogisches Begleitprogramm der 3. Klassen (von Franziska Decker)

Das pädagogische Begleitseminar findet an unserer Schule für jede Klasse einmal wöchentlich statt. Aber eine Stunde die Woche für ein paar Kinder? Was soll das bringen?

Beim ersten Treffen fiel auf, dass die Kinder zunächst sehr zurückhaltend waren. Die Masken und seit Wochen nicht in der Schule gewesen zu sein, hat viele Kinder verunsichert. Gleichzeitig merkt man ihnen aber auch an, wie sehr sie sich auf die Schule freuen und schon nach kurzer Zeit wurden sie auch wieder aufgeschlossener und zugewandter. Wir starteten mit Gesprächen über die vergangenen Wochen und einer Selbstreflexion bezüglich ihrer Übungsschwerpunkte. Hier wurde darauf Wert gelegt den Unterrichtsstoff der vergangenen Wochen breit abzudecken und mit den Kindern gemeinsam daran zu üben. Wir waren sehr beeindruckt und stolz auf unsere Schüler und Schülerinnen wie gut sie, trotz der neuen und herausfordernden Situation, zuhause gearbeitet haben. Trotzdem hatten wir das Gefühl durch diese eine Stunde in der Schule den Kindern sehr viel mehr gerecht zu werden als nur per Mail oder Telefon. Für viele Kinder ist der Kontakt und Austausch mit der Lehrerin wichtig. Außerdem ist es uns so auch besser möglich uns einen Überblick über den aktuellen Lernstand zu verschaffen. Nur innerhalb der einen Stunde konnte gut an Schwierigkeiten und Unsicherheiten der Kinder gearbeitet werden. Die Kinder arbeiteten in der Stunde sehr fleißig und konzentriert. Dass sich die Schule verändert hat, merkt man auch in dem Begleitprogramm: statt die Kinder holen sich selbst geeignete Materialien, muss die Lehrerin beim Austeilen eine Maske tragen, Gedanken wie „Dürfen die Kinder selbst etwas an die Tafel schreiben?“, sich selbst erinnern die Fenster zu öffnen… Eine kurze Bewegungsübung am Platz sollte den Kindern das Gefühl einer „normalen Schule“ verschaffen.

Gerade von Kindern, bei denen das Lernen zuhause mit großem Frust verbunden ist, scheint der persönliche Kontakt und diese eine Stunde pro Woche unglaublich viel geholfen zu haben. Wir haben die Rückmeldung bekommen, dass die Kinder im Anschluss oft wieder viel motivierter am Wochenplan gearbeitet haben und sie Selbstsicherheit erlangt haben. Auch wenn es nur eine Stunde in der Woche war, dafür hat es sich gelohnt.