Homeschooling 2

Die Klassenzimmer sind wieder leer, außer 5 Zimmer für die Notbetreuung. Wieder sind die Schulen geschlossen. Ein weiteres Mal stehen die LehrerInnen, SchülerInnen und die Eltern vor der schwierigen Aufgabe Lernen im Distanzunterricht.

Es hat uns nicht ganz so schlimm erwischt wie im Frühjahr 2020. So wissen schon alle wie es grob abzulaufen hat. Die LehrerInnen haben sich im letzten Jahr in vielen Stunden im digitalen Bereich fortgebildet. Schon in der ersten Konferenz des Schuljahres 2020/21 wurden alle möglichen Szenarien durchgesprochen und passende Vereinbarungen und Standarts von der Schule festgelegt. Padlets (interakive, digitale Pinnwände) wurden für den Notfall vorbereitet, falls sie nicht schon im ersten Lockdown im Einsatz waren. Der Schulmessenger Schoolfox wurde für die Schulfamilie eingerichtet sowie die ANTON App als Schullizenz bestellt und verwaltet. Genauso wurde Antolin auf das neue Schuljahr umgestellt.

Theoretisch hört sich das alles sehr gut an. Im privaten Bereich waren wir ja schon seit längerem durch viele Einschränkungen betroffen. Dann kam vor den Weihnachtsferien die erste Hiobsbotschaft: Viele Kinder in Quarantäne und dann Distanzunterricht, bzw. Distanzlernen die letzten Tage vor Weihnachten. Aber alle gingen mit einem guten Gefühl in die Ferien. Wir hofften alle, uns nach den Weihnachtsferien im neuen Jahr 2021 in der Schule gesund wieder zu sehen.

Dann aber der Beschluss, die Schulen bleiben zu. In der letzten Ferienwoche liefen ab Mittwoch in manchem Haushalt die Telefone und die Internetleitungen heiß. Die Lehrkräfte sprachen sich in ihren Teams ab, erste Emails gingen an die Eltern. Die Notbetreuung an der Schule musste organisiert werden. Die Teams sprachen per Videokonferenzen miteinander, Arbeitsmaterial wurde verglichen, Wochenpläne erstellt – mit der Vorgabe es soll auch im Distanzunterricht nach Stundenplan unterrichtet werden, also diesmal nicht nur Mathe, Deutsch und HSU, nein, auch Kunst, Werken und Gestalten, Musik, Sport und Religion und Ethik sollten verbindlich in die Aufgaben für zuhause einfließen. Es wurden die Tage der ersten Woche geplant und komplett vorbereitet, in der Hoffnung, es ist ein passendes Maß für die Kinder – und auch die Eltern. Dann gingen viele Dinge online auf die Padlets. Ebenso wurde Unterichtsmaterial an die Eltern am Pausenhof übergeben.

  • Rückblick auf die erste Woche Distanzunterricht:

Vor den Weihnachtsferien ist schon aufgefallen, das Videokonferenzen schwierig werden würden, sowohl über unseren Schulmessenger als auch über BigBlueButton. Die Server müssen dringend aufgestockt werden. Genauso war es dann auch! In der ersten Woche liefen Videokonferenzen am Vormittag erst einmal mit keinem System, das uns zur Verfügung steht. Am Nachmittag konnten dann einige Klassen sich trotzdem online treffen. Aufgrund des mittlerweile recht häufigen Einsatzes des Tools Padlet funktionierten auch in den ersten Tagen diese Zugänge am Vormittag nur bedingt. Ebenso hängt der Schulmessanger. Also stiegen einige wieder auf das bewährte Email und das gute alte Telefon um. Auch bei vielen anderen digitalen Tools erschien oftmals die Errormeldung, z.B. bei den Learning Apps.

Am Ende der Woche planten die Lehrkräfte die 2. Woche Homeschooling, mit der Hoffnung auf Zuverlässigkeit der digitalen Systeme.

 

Last Modified on 15. Januar 2021
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